Talera

Silvern

In dem naturbelassenen Dorf wuchsen Joeleen und Jona auf. Es gab Wälder und Felder, alte heruntergekommene Häuser, sowie morsche Holzscheunen. Durch die ärmlichen Verhältnisse verköstigte sich jede Familie durch die eigenen Anbauten selbst oder tauschte sie gegen andere Lebensmittel der Dorfbewohner ein. Silvern lag im Osten Taleras und wurde, als Joeleen noch ein Kind war, von Dämonen zerstört. Und mit dem Dorf, alle die darin lebten – außer ihr und Djamain.
 

»Meine ersten Lebensjahre verbrachte ich in einem winzigen und völlig verarmten Dorf auf Talera – in Silvern. Soweit ich mich erinnern kann, war es ein sehr naturbelassenes Dorf, das sehr einfach aufgebaut war. Jede Familie ernährte sich durch ihre Anbauten selbst. Untereinander wurden Fleisch, Käse und Gemüse ausgetauscht, somit war jedem das Überleben gesichert.«

Minas

Minas ist das Heimatdorf von Lean und liegt im Süden Taleras. Er verließ das Dorf, nachdem seine Mutter an Altersschwäche verstarb. Trotz das Minas sehr versteckt liegt, legte Tamian, Leans Vater, viele Jahrzehnte einen Bannkreis über das Dorf, um seiner Familie den nötigen Schutz zu gewähren.


»Um das Dorf, in dem seine Familie lebte, errichtete er zu deren Schutz einen Bannkreis.«

Sinna

Sinna liegt im Südwesten Taleras, grenzt an einem Wald und wirkt beachtlich schön. Eine wichtige Wasserquelle ist der glasklare Bach, der durch das Dorf fließt. Vor vielen Jahren wurde Joeleen auf brennende Häuser und schreiende Menschen in Sinna aufmerksam. Sie bekämpfte die Dämonen, welche das Dorf angriffen. Dabei stieß sie auf ein Mädchen, namens Sherin, das viele Parallelen zu Joeleen selbst aufweist. Nach Jahren durchquerte sie wiederholt das Dorf und trifft auf die nun erwachsene Sherin, welche eine kleine Tochter, namens Lenja hat. So freundlich die Bewohner in Sinna auch sind, bleibt ihnen eins nicht verwehrt - die Angst vor Dämonen und dem Unbekannten. Wiederholt wird das Dorf von bösartigen Kreaturen angegriffen, Sherin dabei getötet, sodass Joeleen sich dem Schicksal ihrer kleinen Tochter Lenja annimmt und sie mit ihr aus Sinna flieht.


»Das Dorf Sinna, in dem sie lebte, sah nun beachtlich schön aus. Die Felder blühten und die wenigen Häuser waren mit Blumenschmuck verziert. Es muss viel Arbeit gewesen sein, alles wieder so schön herzurichten. Und es muss schon mehr als ein Jahrzehnt vergangen sein, als ich das letzte Mal hier war.«

Phalia

Die Kleinstadt Phalia grenzte auf der einen Seite an einer tiefen Schlucht und auf der anderen Seite an einem kahlen Wald. Sie liegt direkt an den Postisbergen und südlich vom Hauptareal und Zentrum Romaija. Die Stadt wirkt, trotz der ärmlichen Verhältnisse, pompös und keiner der Bewohner zeigt Furcht gegenüber Dämonen oder unbekannten Lebewesen, was sehr unüblich ist. Joeleen entschied, ganz im Sinne Lenjas, eine Nacht in Phalia zu bleiben. Für ein paar Talis nisteten sie sich in eine abgelegene Scheune eines älteren Ehepaars ein und verbrachten dort wenige Stunden der Erholung.

»Die Kleinstadt Phalia grenzte auf der einen Seite an einer tiefen Schlucht und auf der anderen Seite an einem kahlen Wald. Die Menschen waren gerade dabei die wenigen Bäume, die noch herumstanden, zu fällen, während wir durch das Waldstück gingen und unserer Berufung folgten. Ich fand es ein wenig schade, dass das Areal von der eigenen Bevölkerung so zu Nichte gemacht wurde, da das bisschen Holz die Stadt ländlicher und natürlicher wirken ließ. Aber was blieb den armen Leuten anderes übrig?«

Romaija

Romaija ist das Hauptareal und Zentrum Taleras. Dort Leben die Reichen und Hochgebildeten. Dieser Teil wird von einer Art Bannkreis geschützt, sodass kein Eindringen möglich ist. Die Bewohner Romaijas müssen die Kuppel nie verlassen, da es dort alles gibt, was sie zum Leben benötigen. Das Areal ist von sehr modernen Gebäuden und hochentwickelter Technik geprägt und liegt nördlich der Postisberge.

»Während in Romaija, das Zentrum des Landes, die Oberschicht in Saus und Braus lebte, hatten die Armen auf dem Land nicht nur mit Hungersnöten, sondern auch mit den Dämonen und Mutanten schwer zu kämpfen.«

Schwarze Festung

Kierans schwarze Festung liegt im Nordwesten Taleras und umschattet den Norden mit vollkommener Dunkelheit. Sie besteht aus drei Haupttürme, auf denen meist dämonische Wachen postiert sind. Auf der Dachspitze ragen dämonische Gesteinsköpfe empor und an den Mauern der Nebengebäude stechen abgebrochene Flügel heraus. In dieser Gegend gibt es keine Wälder oder Wiesen, sondern nur Hügel und Berge. Alles wirkt gefährlich und finster.

»Es sah aus wie eine Festung. Die Mauern waren mit schwarzen ungleichen Steinen errichtet und der unebene Untergrund, auf dem wir standen, war schwarz gepflastert. Das Einzige, das nicht die Dunkelheit Kierans widerspiegelte, war das rote Dach.«

Goldes

Goldes liegt im Norden Taleras und nicht weit von der schwarzen Festung entfernt. Und trotz der Dunkelheit, wirkt das Dorf lebendig und freundlich. Goldes ist für Joeleen ein Ort, welchen sie mit grausamen Erinnerungen verbindet. In Kierans Gefangenschaft ist sie dort das erste Mal gezwungen gegen ihre Bestimmung anzutreten und für Kieran zu morden. Eine Schicksalsschlag den Joeleen niemals vergessen wird. 

»Es war grauenvoll. Ich lief auf all die alten Häuser zu und konnte das Lachen der Kinder, die gerade zu Bett gebracht wurden, hören. Ich sah Eltern, die sich eine Flasche Wein aufmachten und den Abend gemütlich ausklingen ließen. Einen älteren Herrn, der seine Hühner in den Stall trieb und eine junge Frau, die ihr Baby nachts durch die Gegend schob. Schöne glückliche Momente, die ich mit einem Male zerstören würde.«

Wassin

Wassin liegt westlich von Romaija. In dieser Stadt ist alles überdiminsional groß. Die Läden, die Straßen, die Häuser.  Wassin demonstriert auffällig gegen das arme Leben und die Ungleichheit in Talera. In dem Ort konnte sich jeder alles leisten. Hungersnot und Armut gab es nicht.

»Alles an dieser Stadt war überdimensional groß. Die Läden, die Straßen, die Häuser. Es schien, als hätte man sie extra für außergewöhnliche Wesen erbaut und als würden die Bewohner von Wassin heimlich gegen das arme Leben und die Ungleichheit in Talera demonstrieren. In dem Ort konnte sich jeder alles leisten. Hungersnot und Armut gab es nicht. Nur fragte ich mich, wie all das Geld, was man dafür benötigte, an die Leute herankam. Gab es einen edlen Spender?«

Geschöpfe aus Talera

Seraphime

Seraphime sind engelsgleiche Wesen. Sie besitzen eine wohltuende Aura und haben besondere Gaben und Fähigkeiten. Sie sind unsterblich, schnell und stark, ihre Wunden regenerieren sich rasant und ihr Blut ist von absoluter Reinheit geprägt. Ihre Augenfarbe passt sich dem Gemütszustand an, was auch eine Schwäche darstellen kann. Seraphime haben die Macht sich in etwas Vollkommenes zu verwandeln. Diese Vollkommenheit öffnet eine tiefgründige Energie, welche ihnen jedoch gleichzeitig den vollständigen Lebenssaft rauben kann.

Nassaten

Nassaten sind menschenähnliche Vollblutdämonen. Um sie herum schwebt eine dunkle und bedrohliche Aura. Die meisten der Nassaten sind bösartige Kreaturen. Nur Wenige sträuben sich gegen diese Lebensart und kämpfen gegen ihresgleichen. Die Haut der Nassaten ist kühl. Das Blut in ihrem Körper ist graublau und die Gefühlsausprägung zeichnet eine hohe Schmerzresistenz.  

Wenn Nassaten sich ihrer Verwandlung unterziehen, sind sie unkontrollierbar. Ihre menschenähnlichen Hände verwandeln sich in ausgeprägte Klauen und ihre Augen fallen in ein dämonisches Rot. Ihr Blut zwingt sie zu morden. Erst dann, sobald das Geschehen ist, lässt der innere Drang nach und sie fühlen sich befriedigt.

Mibriden

Mibriden sind menschenähnliche Halbblutdämonen. Obwohl die Verbindung zwischen Mensch und Nassat sehr selten ist, sind Mibride Nachkömmlinge von diesen Geschöpfen. Sie übernehmen die Fähigkeiten des Nassats, wie die Unsterblichkeit, die Schnelligkeit und die Stärke zum Führen besonderer Waffen. Doch die Empfindungen des Menschen bleibt ihnen erhalten. Da das Dämonenblut durch das Menschenblut gehemmt wird, brodelt in Mibriden keine Tötungslust. Sie können sich keiner Verwandlung unterziehen und bleiben somit immer in der menschenähnlichen Gestalt. Nur ihre innere Einstellung entscheidet darüber, wie sich ihre Aura entwickelt.

Mydoen

Mydoen sind tierähnliche Vollblutdämonen. Sie werden in Mammal, Volan, Dratkon, Brona und Inkum unterteilt.

Mammale sind säugetierähnliche Dämonen. Sie besitzen ein dicht bewachsenes Fell und die dämonische Haut strahlt Wärme aus. Viele von ihnen folgen ihrem Jagdinstinkt. Doch manche suchen liebevollen Bezug zu Menschen oder anderen Geschöpfen.

Volan sind vogelartige Dämonen, welche nur bedingt Federn besitzen. Geprägt wird diese Art von einer knochenähnlichen Erscheinung, da sie sich ihr Federkleid permanent ausrupfen. 

Dratkon sind reptilienartige Dämonen. Ihre harten Schuppen schützen sie vor feindlichen Angriffen und ihr Gift tötet Kreaturen, aller Art, in Sekunden.

Brona ähneln den Fischen. Sie sind in den häufigsten Fällen harmlos. Nur wenige versprühen, zum Selbstschutz, eine brennende Substanz.

Inkum sind insektenähnliche Dämonen und ganz unten in der dämonischen Nahrungskette. Meist werden sie von anderen Mydoen zerlegt und gefressen. Doch in der Masse haben sie die Kraft einen ausgewachsenen Bären, mit ihrem Stachel oder ihren Hakenzähnen, zu töten.

Pymiden

Pymiden sind tierähnliche Halbblutdämonen.

Menschen

Menschen sind auf Talera die mit schwächsten Glieder. Oft fallen sie den Nassaten zum Opfer oder werden von bösartigen Mydoen angegriffen. Durch die hohe Verarmung, haben Menschen kaum Waffen zum Schutz. In ihrer Verzweiflung greifen sie zu fatalen Experimenten. Nur wenige von ihnen leben in einem sorglosen und sicheren Umfeld. 

Reinblüter

Reinblüter sind genunveränderte Tiere, welche auf Talera umher streifen. Sie sind immer mehr vom Aussterben bedroht.

Mutanten

Mutanten sind genmanipulierte Tiere, welche aus einem Gemisch von Tier-und Dämonenblut, erschaffen wurden, um den Menschen vor den bösartigen Kreaturen Schutz zu geben. Irgendwann lief dieses Experiment aus dem Ruder und jedes genmanipulierte Tier entwickelte einen ganz eigenen Killerinstinkt, der sich niemals bändigen lässt. Dieses Gemisch verbindet sich mit den Phasern des Tieres, sodass auch diese über Jahrhunderte an die Nachkommen weitergegeben wurden. Diese Manipulation verändert nicht nur das Innere, sondern auch die optische Erscheinung des Tieres. Sie werden zu einer Bestie und einer unaufhaltbaren Killermaschine. 

Voljatary

Die Existenz der Voljatarys ist an die Existenz der Seraphim geknüpft. Stirbt ein Seraph, stirbt auch der Voljatary, der mit dem Leben des Seraphs verbunden ist. Es ist für die Voljatarys kein Zwang, sondern ein absolutes Privileg, das Leben der Seraphim zu beschützen. Sie besitzen eine warme Aura.

Talerische Eindrücke

Lass uns in Verbindung bleiben!

Impressum AGB Widerrufsbelehrung und -formular | Liefer- und Zahlungsbedingungen | Datenschutz |

Das Copyright des Gesamtwerkes "Joeleen" und seiner Einzeltitel liegt bei Vanessa Schöche.
Das Copyright aller Bilder liegt bei der Autorin Vanessa Schöche. Falls Sie ein Bild verwenden oder teilen möchten, fragen Sie bitte zuerst über das Kontaktformular um Erlaubnis. Danke.

  • Facebook - Weiß, Kreis,
  • Instagram - Weiß Kreis
  • Amazon - Weiß, Kreis,